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Spendenparlament Reutlingen

Aktuell

 

Reutlinger GEA vom 8. Februar 2017

Benefizaktion – S-Mail/GEA Post-Service legt Briefmarken auf, von denen jeweils fünf Cent ans Spendenparlament gehen

Dieser Markenartikel bleibt haften

VON ANDREAS DÖRR

REUTLINGEN. Sie sind, im wahrsten Wortsinn, für das Reutlinger Spendenparlament »Markenartikel«: Seit ein paar Wochen tun Kunden von S-Mail/GEA Post-Service Gutes, wenn sie auf ihre Briefe eine jener postalischen Wertzeichen kleben, die zugunsten des Spendenparlaments herausgegeben wurden. Pro Briefmarke gehen fünf Cent von jeder Marke – ob sie 69 oder 258 Cent kostet – an eine karitative Einrichtung, die sich die Bekämpfung von gesellschaftlicher Ausgrenzung, Armut und Isolation auf die Fahne geschrieben hat. Den Kunden selbst kostet dies nichts, weil auf den Wert der Marke keine fünf Cent draufgeschlagen wurden.

Eine der neuen Briefmarken, von denen fünf Cent gespendet werden. Foto: GEA-Repro

Eine der neuen Briefmarken, von denen fünf Cent gespendet werden. Foto: GEA-Repro

Bezahlt wird die Spende vom einzigen privaten Briefdienst in der Region Reutlingen-Tübingen. »Wir haben 50 000 Marken aufgelegt«, sagt Wolfgang Schmid, Gründer und Geschäftsführer von S-Mail/GEA Post-Service. Sollten innerhalb eines Jahres alle Briefmarken an den Mann gebracht werden, fließen 2 500 Euro an das Spendenparlament. Wenn sie früher ausgehen, gehen weitere Marken in Druck.
In einem Radiobericht hörte Susanne Seidemann, damals Vorsitzende des paritätischen Kreisverbandes Reutlingen, im Sommer 1999 zum ersten Mal von einem 1996 in Hamburg gegründeten Spendenparlament und dessen Zielsetzung. Im November 1999 wurde der Reutlinger Trägerverein gegründet, acht Monate später tagte das hiesige Parlament ein erstes Mal. Seither kommt dieses Gremium zweimal im Jahr zusammen, um Geld an Projekte zu verteilen, die den Parlamentariern förderungsfähig erscheinen. »Wir haben in den vergangenen Jahren gemerkt, dass Antragssummen höher geworden sind«, sagt Annette Lachenmann, Vorsitzende des Trägervereins. Dabei versteht sich der Verein »als sinnvolle Ergänzung, aber nicht als Konkurrenz zu bestehenden Spendenorganisationen und –aktionen«. Mit den Fördergeldern wird eine Anschubfinanzierung oder eine Überbrückungshilfe gewährt. Einzelpersonen werden nicht unterstützt (Spendenkonten am Ende des Artikels). »Durch die Briefmarkenaktion wird unser Anliegen in die Welt getragen«, sagt Annette Lachenmann. »Wir werden dadurch bekannter.« Im vergangenen Jahr wurden 16 Projekte mit einer Gesamtsumme von etwa 40 000 Euro unterstützt. »Aber es wird immer schwieriger, diese Summe aufzubringen«, sagt Schatzmeisterin Gerda von Gagern. Umso dankbarer ist der Verein, dass ihm S-Mail/GEA Post-Service mit der Briefmarkenaktion finanziell unter die Arme greift. Die Verbundenheit von Wolfgang Schmid zum Spendenparlament ist allerdings nicht neu. Er begleitet und unterstützt den Verein von Anfang an.
Nach Schmids Angaben befördert S-Mail/GEA Post-Service im Durchschnitt etwa 80 000 Briefe pro Arbeitstag. 360 Beschäftigte sind in Verwaltung und Sortierung, als Fahrer und Zusteller tätig. »Mit den S-Mail-Briefmarken kann Post bundesweit verschickt werden«, sagt Wolfgang Schmid.

In Tübingen werden die Briefe zu 100 Prozent von Fahrradkurieren ausgetragen. »In Reutlingen sind es 85 Prozent« – die Höhenlagen der Achalm machen den Radlern den Aufstieg schwer. Briefmarken gibt es unter anderem im Konzertbüro oder im GEA-ServiceCenter am Burgplatz. (GEA)

KONTEN des SPENDENPARLAMENTS

Volksbank Reutlingen IBAN: DE33 6409 0100 0174 3000 00

Kreissparkasse Reutlingen IBAN: DE52 6405 0000 0000 2714 44